Weingut B.

Haus 104


Die über Jahrzehnte und in sechs Bauphasen in den Jahren zwischen 1970 und 2007 entstandenen Gebäude entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Bauherrenfamilie – das gesamte Ensemble sollte auf einen zeitgemäßen Stand gebracht und den sowohl veränderten wie gewachsenen Erfordernissen angepasst werden.
Zunächst war die gründliche Analyse des weitläufigen Geländes und der Struktur der Bestandsgebäude sowie das Erfassen der komplexen, technisch-logistischen Abläufe innerhalb eines modernen Weinguts erforderlich.
Intensive Gespräche mit sämtlichen Familienmitgliedern führten zu einem Entwurf, der Ökonomie, Ästhetik und Budget gleichermaßen berücksichtigt.


Zunächst muss ein Teil der vorhandenen Hallen rückgebaut werden. Dann kommt der Besucher im etwa 600 m² großen Innenhof an. Es wird ein neues Kellergeschoß errichtet, in dem die Erweiterung des Barrique-Lagers um knapp 500 m² Platz finden wird. Darüber steht mit einer Gesamtfläche von über 2300 m² und mehr als 9000 Kubikmetern umbauten Raums der Neubau, der die meisten Arbeitsvorgänge beherbergt. In ihm findet sich Platz für zahlreiche Geräte – Pressen, Pumpen, Filter, Kühlung, Etikettiermaschine etc. - , aber auch die Personalräume, die Verpackungsabteilung und die Hochregallager sind hier untergebracht. Zudem entsteht ein Maschinenunterstand von 450 m² Fläche.

Das Herzstück der Präsentation bildet die Gestaltung der neuen Vinothek. Sie vereint die Funktionen der Probierstube und des Verkaufsraums und bietet gleichzeitig die Bühne für die Festlichkeiten, die im Jahreslauf von der Winzerfamilie ausgerichtet werden. Aus der Vinothek tritt man auf die große Terrasse und dort in Kontakt zu den direkt angrenzenden Rebenreihen.


© 2016, Karl Kaffenberger.