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Die Untere Hildebrand´sche Mühle liegt zu Beginn des Sechs-Mühlen-Tals am Ufer der Weschnitz zwischen Weinheim und Birkenau sowie zu Füßen der auf das 12. Jahrhundert zurückgehenden Burgruine Windeck, die seinerzeit vom nahe gelegenen Kloster Lorsch erbaut wurde.
Sie gilt heute als bedeutendstes technisches Baudenkmal des Historismus im Rhein-Neckar-Kreis und ist ein städtebaulich wichtiger Bestandteil des Stadtbildes von Weinheim.
Es handelt sich um ein einmaliges Ensemble von großem Reiz, sowohl von der landschaftlichen Lage an der Grenze von Odenwald und Bergstraße zur rheinischen Tiefebene als auch durch die gründerzeitliche Bausubstanz in Kombination mit repräsentativen modernen Stadthäusern.
Ihr spätromantisch burgartiger Charakter kann ebenso wie die Schmuckfassade im Stil der Neorenaissance aus Werksteinquadern, Backsteinklinkern und Sandstein als zeittypisches Erscheinungsbild der Industriearchitektur angesprochen werden. Die historistische Unternehmervilla, erbaut 1882 mit ihrer Holztreppe, Rundbogenfenstern, Terrazzo-Böden, holzgetäfelten Wänden und Kassetten- oder Stuckdecken, Kamin und Gewölbekeller wird aufwendig saniert. Allein in diesem Gebäude sind neun Wohneinheiten auf rund 1200 qm Fläche geplant.
Der ehemalige, über 50 m hohe Silo-Turm wird zum Wohnturm umgenutzt; insgesamt werden 50 Wohneinheiten entstehen. Für alle Gebäude ist eine gemeinsame Garage im Sockel des Neubaus vorgesehen.